Bekannt als kulturelles Kleinod
spielt unter anderem in Museen und Theatern
kommt auch zu Ihnen nach Hause
bietet Workshops für alle Altersklassen

Regina
Freiheitsoper von Albert Lortzing

Kurzinformation

Eine unbekannte Oper von Albert Lortzing, die erste Oper, die die Industrie und die Arbeiterschaft auf die Bühne bringt und gleichzeitig ein hochinteressantes Bild der deutschen Revolution 1848 zeichnet.

Musik und Text stammen von Lortzing und sind sein Vermächtnis an die moderne Gesellschaft.

 

Regina, Freiheitsoper von Albert Lortzing

Die Arbeiter organisieren sich in Lortzings REGINA
Ein Ruf nach Freiheit im Papiertheater

Der Titel "Freiheits-Oper" befremdet uns vielleicht in einer Zeit, in der alles freigegeben scheint. Allein die Tatsache, das der Bundespräsident Gauss die Freiheit zu seinem persönlichen Motto erhoben hat, sollte uns zu denken geben. Lortzing komponierte sein vorletzte Oper im Revolutionsjahr 1848 in Wien.

Es ist die erste Oper, in der die industrielle Revolution und der Freiheitsgedanke der einzigen Revolution auf deutschspachigem Boden im Jahre 1848 ihren Niederschlag finden. Trotzdem ist es falsch von einer Revolutionsoper zu sprechen. Hauptthema ist die Freiheit.

Die Handlung: Der 1. Akt

Der erste Akt beginnt in einer Fabrik, der Besitzer (Vorbild ist Krupp) wird zurückerwartet, die Arbeiter streiken und fordern höheren Lohn. Der Prokurist Richard beruhigt die Arbeiter und verspricht Hilfe. Er liebt Regina, die Tochter des Fabrikbesitzers Simon. Auch Stefan, der Vorarbeiter, liebt Regina. Bald kommt Simon zurück und auch als Dank für die Abwendung des Streiks und die Bewahrung der Ordnung verlobt Simon Richard und Regina. Stefan ist enttäuscht. Da tritt Wolfgang, ein alter Bekannter aus Revoltezeiten auf. Der hat Freischärler um sich versammelt und will die Firma Simons überfallen. Stefan verbündet sich mit Wolfgang, um sich an Simon zu rächen und verabredet den Überfall und die Entführung Reginas. Der Plan gelingt. Die Firma wird vernichtet, Regina entführt und Richard verwundet.

Der 2.Akt führt uns ins Gebirge

Die Freischärler lagern bei der alten Barbara in einer Berghütte, Regina ist eingesperrt. Stefan versucht sie für sich zu gewinnen, blitzt aber ab. Die Freischärler betrinken sich, Regina kann mit Kilian, dem Sohn Barbaras fliehen.

Der dritte Akt: Simon und Richard ( wieder teilgenesen ) eilen mit den bewaffneten Arbeitern und Militär herbei, um Regina zu befreien. Stefan, der Regina wieder gefangen hat, schleppt diese zu einem Pulverturm, in dem die Freischärler Waffen gelagert haben. Wolfgang macht Stefan Vorwürfe, er habe die Sache der Revolution verraten. Dieser bezichtigt die Freischärler der Feigheit und droht den Pulverturm in die Luft zu jagen. Mit einer Fackel in der Hand steht er an einem Fenster. Richard naht. In einem unbeobachteten Moment bemächtigt sich Regina Stefans Gewehr.......

Lortzing erlebt die Uraufführung seiner Oper nicht mehr.

Albert Lortzing
Albert Lortzing im Papiertheater

Er starb 1850 an Unterernährung. Spätere Inszenatoren entstellten das Werk je nach politischer Stimmungslage. Uraufführung des Originals in Gelsenkirchen am 14.3.98 in der Inszenierung Peter Konwitschnys

Lortzings Oper stellt eine besondere Herausforderung für ein Papiertheater dar. In der Zeit als die Oper entstand, spielten die Bürger in Ihnen Wohnzimmern Papiertheater aus Begeisterung für das Medium Theater und die Gedanken, die in vielen Stücken ( Schillers Räuber oder der Tell ) die Ideale der bürgerlichen Gesellschaft mit formten und formulierten.

Da die Oper bis heute weitgehend unbekannt ist, obwohl sie einen guten Einblick in das Denken und Fühlen während der deutschen Revolution gibt. Wir spielen sie als Gesprächsoper: Lortzing auf der Suche nach Aufführungsmöglichkeiten in der Jetztzeit trifft auf den Spielleiter des BURTHEATERS und stellt ihm in Spielszenen die Oper und die Umstände Ihrer Entstehung vor. Dadurch entsteht eine sehr lebendige Auffühung, die dem Zuschauer Zeit und Umstände erklärt.

Burgtheater - Ein kulturelles Kleinod auf Reisen