Bekannt als kulturelles Kleinod
spielt unter anderem in Museen und Theatern
kommt auch zu Ihnen nach Hause
bietet Workshops für alle Altersklassen

Das Käthchen von Heilbronn.
Ein Ritterspektakel von Heinrich von Kleist

Das heimlich Gericht
Käthchen und Graf Wetter vom Strahl vor der Feme

Kleists Käthchen gehörte im 19. Jahrhundert zum Repertoire des Papiertheaters und das, obwohl das Stück eigentlich ein unerhörte Ohrfeige für die Monarchie bedeutete. Immerhin wird in diesem Stück der höchste Mann im Staate, der Monarch, der Kaiser, der Verführung  einer wohlangesehenen Handwerkersgattin mit Kindsfolge bezichtigt und das auch noch von der nächst höchsten Instanz, von Gott selbst, vertreten durch einen Cherub. Unter diesen Umständen verwundert es nicht, wenn das Stück Anlaufschwierigkeiten hatte.

 

Hier wirkte die Zensur!

Aus den Flammen gerettet!
Käthchen im Arm des Engel Gottes im Burgtheater

Auf dem Papiertheater wurde im letzten Jahrhundert natürlich ein bereinigte Fassung gespielt, galt es doch als ein Medium, ein Bildungsinstrument mit erzieherischem Auftrag, in dem Sitte, Moral und Vaterlandsliebe den kleine und großen Zuschauern und Spielern vermittelt wurden, besonders in Zeiten des Vormärz und der 1848er Revolution.

Peter Schauerte genannt Lüke bearbeitete den Originaltext von Kleist und beläßt natürlich den Kaiser dort, wo er hingehört, nämlich in der Verantwortung. Außerdem wirken mit: die Feme, das heimlich Gericht, diverse einander widerstrebende Fürsten, z.B Graf Wetter Friedrich vom Strahle (nomen est omen), eine Köhlerhütte, eine Belagerung mit Schloßbrand, eine mosaische Arbeit, die aus den drei Reichen der Natur zusammengesetzt ist und viele andere mehr.

Ein spannender Theaterabend ist garantiert: Es spielt, spricht, singt, beleuchtet, kulissenwechselt, kämpft, dampft und liebt : Peter Schauerte genannt Lüke.

Eine echte Soap: Die Handlung

1. Bild: Höhle der Feme Theobald Friedeborn, eine ehrbarer Waffenschmied aus Heilbronn beschuldigt den Grafen Friedrich Wetter von Strahl seine Tochter, das Käthchen, verhext und verführt zu haben. Alle Beteiligten einschließlich Käthchen werden vernommen und der Graf wird freigesprochen.

2.Bild: Vor der Höhle
Der Graf allein „erkennt“ Käthchen wird aber in seinen Betrachtungen von seinem Knappen Gottschalk und dem Ritter Flammberg , seinem Versallen, gestört, letzter kündet eine Fehde an.

3. Bild: Sehr schlechtes Wetter bei einer Köhlerhütte im Wald.
Der Graf von Freiburg trifft mit seinen Mannen und einer Gefangenen ein.  Graf Wetter kommt hinzu, die Frau schreit um Hilfe und wegen der schlechten Sichtverhältnisse erkennt er den Freiburger nicht und schlägt ihn nach einem Wortwechsel nieder. Die Befreite entpuppt sich als Kunigunde von Thurneck, eine ihm feindlich gesinnte Dame.

4. Bild: Fräulein von Thurneck hat in der Burg zu Strahl bei der Gräfin Wetter vom Strahl Aufnahme gefunden und eine Dienerin erzählt ihr eine wundersame Begebenheit der letzten Silvesternacht.
Kurz darauf verliebt sich der Graf in Kunigunde von Thurneck.

5.Bild: Vor dem Schloß zu Turneck
Die inzwischen Verlobten, Friedrich Graf Wetter und Kunigunde, sind in Thurneck eingetroffen. Der Rheingraf, ein alter Bekannter von Kunigunde, ist ziemlich sauer, weil er sich auch Hoffungen auf das Fräulein gemacht hatte, trifft 1. vor dem Schloß ein und 2. alle Maßnahmen zur  Erstürmung des selben, derweil man im

6.Bild im Schloß guter Dinge ist und beim Wein sitzt. Käthchen, die durch eine Schlamperei der Post von dem Anschlag des Rheingrafen Wind bekommen hat, trifft im Schloß ein und blitzt kalt ab. Der Empfang wir erst wärmer, als draußen Feuer ausgerufen wird.

7. Bild: Im Schloßhof, es brennt, Kunigunde braucht dringend ein Bild vom Liebsten aus ihrem Schreibtisch im brennenden Schloß, Käthchen, allzeit bereit, rennt los.
Das Schloß stürzt ein. Der Rheingraf wird abgeschlagen.

8.Bild: Im Garten der Strahlenburg.
Friedrich Graf Wetter versucht hinter das Geheimnis des Käthchens zu kommen.

9.Bild: Kunigunde nimmt in einer Grotte ein Bad und alle Beteiligten machen unangenehme Entdeckungen.

10.Bild: Auch der Kaiser zu Worms, inzwischen vom Vater des Käthchen, Theobald Friedeborn, angerufen, einen Zweikampf zwischen Graf Wetter und ihm selbst, Theobald, zu schiedsrichtern, macht eine Entdeckung.

im 11. Bild erfahren wir mehr über Fräulein Kunigunde, um schließlich im

12 Bild an einer Hochzeit teilnehmen zu können.

Käthchen im Glück "Mein hoher Herr" gemeint ist Graf Wetter von Strahl, der Gemahl!
Hochzeit im Papiertheater
Burgtheater - Ein kulturelles Kleinod auf Reisen