Die lustigen Weiber von Windsor
Bereichert um ein Vorspiel der Schauspielerin Maj Gunnel von Nordenswan, die offenbar um die Nöte ihrer Theaterdirektoren wusste. Allfällige Finanznot war oft genug Grund für Zerwürfnisse zwischen dem Theaterprinzipal und seinen Schauspielern. So auch hier. Die Flucht des verärgerten Hauptdarstellers erfordert eine Programmänderung. Praktischerweise gibt es von Shakespeare ja bereits eine Fortsetzung des großen Königsdramas und diesmal ohne Heinrich. Was liegt also näher, als ein kleines Vorspiel zu schreiben und sich somit elegant aus der Affäre zu ziehen?
Wir haben uns des Vorspiels mit großer Zuneigung angenommen und es an die Sorgen eines Papiertheaterprinzipals angepasst.
Zum Stück:
Falstaff, seit der Krönung seines Zechkumpanen Heinrich zum englischen König immer in Geldnöten, beschließt, mit zwei Bürgerfrauen in Windsor anzubändeln, um so die Geldbörsen ihrer Gatten anzapfen zu können. So schickt er den Damen Fluth und Page identische Liebesbriefe; nicht ahnend, dass diese sich natürlich augenblicklich austauschen und beschließen, sich für diese Frechheit zu rächen.
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| Frau Page hat Post |
Herr Page hat Sorgen, wie er seine heiratsfähige Tochter Anne dem von ihm bevorzugten vermögenden Herrn Schmächtig in die Arme treiben kann, wohingegen seine Frau eine Verbindung mit dem temperamentvollen französischen Dr. Cajus bevorzugt. Anna liebt Fenton, einen verarmen Edelmann
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| Herr Fenton hat ein Problem |
Herr Fluth ist vor allem eifersüchtig. Verkleidet und unter dem Namen Bach, versucht er mit Falstaffs Absichten nutzend, seine Frau einer Liebesprobe zu unterziehen. Es folgt die wohlbekannte Nummer mit dem Wäschekorb.
Am nächsten Morgen im Gasthaus zum Hosenbande: Falstaff, nass und dreckig, erhält eine weitere Einladung der Damen Fluth und Page zum Stelldichein. Auch Herr Bach ( Fluth ) ist zur Stelle, um seiner Eifersucht neue Nahrung zu geben.
Mittagszeit in Windsor: Wieder hat Falstaff sein Ziel, die Damen zu verführen, verfehlt. Von Frau Fluth und Frau Page als alte Zigeunerin verkleidet, bleibt Falstaff zwar auch diesmal unerkannt, doch die Begegnung mit dem eifersüchtigen Gatten zeitigt schmerzhafte Folgen für seine rückwärtige Körperhälfte.
Die Damen sind vergnügt und Herr Fluth ist von seiner Eifersucht kuriert. Nun wollen aber die beinahe gehörnten Ehemänner auch noch einmal so richtig ihren Spaß haben.
Nacht im Park: Die Damen haben noch einmal in die Trickkiste gegriffen.
Es wird alles bemüht, was gut und teuer ist: Elfen, Feen, eine Eule, die geweihverzierte Karnevalskappe eines rheinischen Kabarettisten namens Jürgen Becker und der Jäger Herne geben sich ein vergnügtes Stelldichein um der allgemeinen Paarfindung auf die Sprünge zu helfen.