Das Käthchen von Heilbronn,
ein Ritterspektakel von Heinrich von Kleist

Dauer 70 Minuten reine Spielzeit 

Kleists Käthchen gehörte im 19. Jahrhundert zum Repertoire des Papiertheaters und das, obwohl das Stück eigentlich ein unerhörte Ohrfeige für die Monarchie bedeutete. Immerhin wird in diesem Stück der höchste Mann im Staate, der Monarch, der Kaiser, der Verführung  einer wohlangesehenen Handwerkersgattin mit Kindsfolge bezichtigt und das auch noch von der nächst höchsten Instanz, von Gott selbst, vertreten durch einen Cherub. Unter diesen Umständen verwundert es nicht, wenn das Stück Anlaufschwierigkeiten hatte.

Auf dem Papiertheater wurde im letzten Jahrhundert natürlich ein bereinigte Fassung gespielt, galt es doch als ein Medium, ein Bildungsinstrument mit erzieherischem Auftrag, in dem Sitte, Moral und Vaterlandsliebe den kleine und großen Zuschauern und Spielern vermittelt wurden, besonders in Zeiten des Vormärz und der 1848er Revolution.

Peter Schauerte genannt Lüke bearbeitete den Originaltext von Kleist und beläßt natürlich den Kaiser dort, wo er hingehört, nämlich in der Verantwortung. Außerdem wirken mit: die Feme, das heimlich Gericht, diverse einander widerstrebende Fürsten, z.B Graf Wetter Friedrich vom Strahle (nomen est omen), eine Köhlerhütte, eine Belagerung mit Schloßbrand, eine mosaische Arbeit, die aus den drei Reichen der Natur zusammengesetzt ist und viele andere mehr.

Ein spannender Theaterabend ist garantiert: Es spielt, spricht, singt, beleuchtet, kulissenwechselt, kämpft, dampft und liebt : Peter Schauerte genannt Lüke.

Die Handlung

 

BURGTHATER Papiertheater Don Giovanni, Käthchen & Companie
Schlossplatz 16    42659 Solingen Tel 0212 2441511 o. 44642 - Fax 0212 2441512 - e-mail: psl-fachbuch@online.de