| Die Idee | |
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Ein Papiertheater ist ein Miniaturtheater, das aus Bilderbogen aufgebaut wird. Ausgerüstet ist es mit den technischen Möglichkeiten eines großen Theaters. Darin agieren zweidimensionale Papierfiguren, an Drähten und Stäben geführt, zu möglichst live gesprochenen Texten wie richtige Schauspieler und Sänger, in richtig ausgeleuchteten Bühnenbildern.. Man nennt das Papiertheater ein Augenzwinkern der Muse Thalia, denn hier werden in leicht verständlicher Form und mit viel Humor die großen Stoffe der Theater- und Musiktheaterliteratur gespielt, als Vergnügen für die Liebhaber des Theaters und als Einstieg für kleine und große Zuschauer, denen das Theater noch fremd ist. Viel direkter als Fernsehen und Kino zieht es die Zuschauer in seinen Bann. Papiertheater selbst gespielt. Papiertheater lassen sich mit sehr einfachen Mitteln selbst bauen. Ein Pappkarton, Schere, Stifte und Farbe, ein paar Bilderbogen oder Figuren aus Magazinen und Zeitschriften und schon kann eine eigenen Theaterwelt entstehen Der Nutzen, der damit verbunden ist, ist enorm: Ich zitiere aus einem Artikel in der Zeitschrift Nervenheilkunde über Kindertheater: „Indem sie Theater spielen, lernen Kinder und Jugendliche nicht nur Texte zu memorieren, sich zu konzentrieren, auf andere einzugehen und deutlich artikuliert zu sprechen. Sie lernen auch, sich in eine Gruppe einzufügen und andererseits der Gruppe gelegentlich ein Solo entgegenzusetzen. Sie entwickeln ein Gespür für Sprache und soziale Situationen, spielen soziale Verhaltensweisen durch, trainieren Bewegung und entwickeln Selbstbewusstsein, Kreativität und Fantasie sowie ein differenziertes Körpergefühl.“ Dieses alles trifft auf das Papiertheater zu. Außerdem werden noch die feinmotorischen Fähigkeiten, technisches Verständnis ( in der Bühnentechnik und Beleuchtung ), und musikalischen Fähigkeiten gefördert. Fast jeder hat Begabungen, die in einer Produktion eingebracht und gefördert werden können. Viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur haben in ihrer Kindheit und Jugend Papiertheater gespielt und legten so Grundlagen für ihre spätere Tätigkeit. So zum Beispiel : Thomas Mann und Dietrich Fischer-Diskau. Papiertheater in der Schule Die oben erwähnten Fähigkeiten sind natürlich auch in der Schule nützlich und sinnvoll. Der besondere Nutzen dieser Theaterform in der Schule zeigt sich im Unterricht. Ein Schüler, der einmal eine Szene aus dem „Käthchen von Heilbronn“, aus „Faust“ oder „Wilhelm Tell“ gespielt hat, nimmt einen positiven Eindruck von der Literatur mit ins Leben und vergisst das nie mehr. Wie betrüblich sind dagegen die Erinnerungen an Charakteristiken und andere als Klassenarbeiten abverlangte Sägeübungen an deutscher Literatur. Fächerübergreifend kann man das Papiertheater einsetzen. Geschichte und Deutsch, Musik und Werkunterricht, die Liste der Kombinationen ist beliebig zu erweitern und auch für den Fremdsprachenunterricht eignet sich dieses Theater. Projektwochen bieten sich geradezu an. Wir vermitteln in unseren Workshops die Technik und Aufführungspraxis. Papiertheater zuhause Papiertheater kann man natürlich auch zuhause spielen, als Familienbeschäftigung zu einem besonderen Anlass oder auch als Alternative zum Computer- oder Videospiel. Im Unterschied dazu klickt man nicht die Fantasien der Spielentwickler in einer endlichen Anzahl von Möglichkeiten durch, sondern man kann seine Geschichte selbst entwickeln, gestalten und spielen und das mit verhältnismäßig geringem Aufwand. Märchen, Fabeln, Bildergeschichten und Bilderbücher können als Vorlagen dienen. Für viel Märchen, Theaterstücke und Opern bieten wir die passenden Bilderbogen an. Informationen zu Bilderbogen unter www.schlossbuch.de
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